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Das Motto

“in Kürze” kennt jeder ehemalige DDR-Bürger. Die Wirtschaft der DDR war nicht nur maßgeblich durch Mangel gekennzeichnet, sondern im wesentlichen auch durch Ungleichverteilung. Tauschhandel blühte: Fliesen wurden gegen Duschkabinen getauscht, Sand gegen Ziegel, Bananen gegen Elektrogeräte. Je nachdem, wo man wohnte, gab es für unterschiedliche Waren normales Angebot, andere gab es jedoch nicht oder nur begrenzt. Die Verteilungsproblematik war immanent: an den Produktionsstandorten war das Angebot normal, je weiter man sich vom Produktionsstandort entfernte, um so rarer wurde die entsprechende Ware (außer natürlich in Berlin, als Hauptstadt der Politelite nahm es eine Sonderrolle ein, den Herren Staatsbediensteten war die Verteilungswirtschaft nicht zuzumuten – zumindest muteten sie sich selbst diese nicht zu). “in Kürze” bekam der DDR-Bürger immer dann zu hören, wenn er in einem Warenhaus etwas haben wollte, was nicht vorrätig war. “in Kürze” konnten im Fall von Autos auch mal gut und gerne 10 oder 20 Jahre sein – weshalb die DDR-Bürger ihr Auto so früh wie möglich bestellten. Die langen Wartezeiten hatten auch was für sich: man konnte das Auto danach in der Regel bar bezahlen.

In diesem Sinne gab es “in Kürze” alles, man kann also mit Recht und Fug davon ausgehen, dass “in Kürze” auch der marxistische Sozialismus funktioniert hat.